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November 2004 : Firefox

/ 6 Juli 2007

Der schlaue Fuchs

Web-Browser Firefox 1.0

Wer das World Wide Web erkunden möchte, braucht dazu einen Web-Browser, also eine Software, die es dem Anwender erlaubt, Dokumente anzuzeigen, die von Web-Servern bereitgestellt werden, und mit diesen Dokumenten zu arbeiten. Klingt so formuliert natürlich hochtrabend, ist aber mittlerweile auf jedem Wald-und-Wiesen-PC zur Selbstverständlichkeit geworden.

Zu jedem heute mit installiertem Betriebssystem ausgelieferten PC gehört auch ein vorinstallierter Web-Browser, und da heute über 90% der PCs mit dem Betriebssystem Microsoft Windows ausgeliefert werden, gehört dazu auch der Browser von MS, der Internet Explorer. Dessen enge Koppelung an das Betriebssystem sorgte für mächtige Prozesskosten, als die Konkurrenz wegen Marktverzerrung vor Gericht zog. MS mußte daraufhin ein paar Zugeständnisse machen. Nun ist es leichter möglich, alternative Browser unter Windows einzusetzen, die Bevormundung des Kunden bzw. des Zwischenhändlers ist nicht mehr ganz so gross.

Jedoch noch gross genug: Trotz der teilweisen Entbündelung von MS Windows und MS Internet Explorer hat der IE noch immer einen Marktanteil von knapp 94% (man stelle sich eine solche Situation in einem anderen Markt vor, z.B. bei Autos …). Die restlichen Marktanteile entfallen auf Browser-Alternativen wie Opera, Mozilla, Netscape, und diverse andere Produkte. Wie zum Beispiel den brandneuen Firefox 1.0: Der kleine und flinke Browser hat in kürzester Zeit etliche Prozent-Anteile des Markts errobert und strebt einen Anteil von 10% an. Und wie?

Die meisten Anwender stellen sich gar nie die Frage nach einer Alternative zum IE, diejenigen, die es tun, stossen bald auf ein paar gewichtige Gründe:

Einer der Hauptgründe ist der Ruf des IE, unsicher zu sein. Und der kommt nicht von ungefähr, selbst in der aktuellen Version dieses Browsers gibt es dokumentierte schwerwiegende Probleme, die es Angreifern ermöglichen, Schädlinge auf dem PC zu installieren. Und oft gibt es auch Monate nach Bekanntwerden eines solchen Problems keine Lösung durch den Hersteller Microsoft. Kombiniert mit dem hohen Marktanteil ergibt dies eine sehr “interessante” Zielgruppe für die Programmierer von Viren, Würmern, etc., da sie so durch Ausnutzung einer solchen Lücke sehr viel mehr Wirkung erzielen können, als wenn sie einen Browser mit einem kleinen Marktanteil angreifen würden.

Weiters ist der IE mittlerweile veraltet, was seine Funktionen angeht. Die anderen Browser glänzen durch praktische und leistungsfähige Features, es gibt Mehrfenster-Oberflächen, Mausgesten, Download-Manager, Passwort-Verwaltungssysteme, etc. Hier bleibt der seit mehreren Jahren weitgehend unveränderte IE zurück.

Und obendrauf sind die alternativen Browser vielfach deutlich schneller als der Marktführer, oft merkt man erst mit einem anderen Browser, wie schnell die eigene Internet-Anbindung eigentlich sein kann.

Vielleicht probieren ja auch Sie demnächst etwas Neues aus und erleben so ein etwas schnelleres und sichereres Internet!

Schönes Surfen wünscht Stefan G. Weichinger.

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