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Ausgabe 128 : Suse Linux 9.1: Linux zum Kennenlernen

/ 6 Juli 2007

Die neue Version von SUSE Linux steht vor der Tür.

Für viele EDV-Interessierte, seien es erfahrene Profis oder innovative Private, sind die Produkte der Nürnberger SUSE LINUX AG seit Jahren ein Begriff.
Die Pakete, die diese Firma aus den vielfältigen Angeboten der OpenSource-Welt schnürt, sind ebenso kostengünstige Einstiegshilfen für interessierte Neulinge wie auch solide Basis für leistungsfähige Systeme für den Einsatz in grossen Installationen.

Im Zusammenhang mit dem Vertrieb des Betriebssystems Linux hat sich der Begriff der Distributionen etabliert. Darunter versteht man, daß einzelne Firmen, die sogenannten Distributoren, Software zu vorbereiteten Paketen schnüren, diese um komfortable Werkzeuge zur Installation, Konfiguration und Wartung erweitern, dazu noch umfangreiche Dokumentation in Form von Handbüchern packen, und das Ganze in Form eines Gesamtpakets vertreiben.
Beispiele für solche Distributoren sind RedHat, Debian, Suse, Mandrake, Gentoo und mehr …

Mehr als zwei Drittel aller Webserver des heutigen Internets laufen unter Linux, und es werden immer mehr. Der Sprung auf den Desktop, also die Rechner, die für Aufgaben wie Internet-Surfen, Email, Multimedia und ähnliches eingesetzt werden, ist noch nicht zur Gänze vollzogen, zu sehr haftet Linux nach wie vor der schlechte Ruf an, zu kompliziert, zu schwer verständlich für den „08/15“-Benutzer zu sein. Diese Vorurteile zu beseitigen, ist eines der Anliegen der grossen Linux-Distributoren.

Suse packt leistungsfähige Basistechnologien ebenso in „die Tüte“ wie auch komfortable und benutzerfreundliche Oberflächen. Die hauptsächlich verwendete Benutzeroberfläche KDE glänzt durch Integration von Web-Browser, File-Manager und Multimedia-Funktionen ebenso wie auch durch hohe Stabilität und Performance. Bei der Entwicklung von KDE wurde hoher Wert auf einfache Bedienbarkeit gelegt, um Umsteigern von Windows-Systemen den Wechsel leichter zu machen. Viele Anwender, die keineswegs Linux-Profis sind, meinen lapidar: „So anders ist das gar nicht.“

Wer KDE aus irgendwelchen Gründen nicht mag, kann wählen. Unter Linux steht einem die Wahl der grafischen Oberfläche frei, mehrere grafische Oberflächen sind in Suse Linux integriert und auf Mausklick verfügbar.

Doch nicht nur hier ist Suse Linux leistungsfähig, eine reichhaltige Auswahl von Audio- und Video-Software ist mit dabei und ohne weitere Lizenzgebühren nutzbar. Für viele interessant ist wohl auch das integrierte OpenOffice.org, das sowohl Textverarbeitung wie auch Tabellenkalkulation auf höchstem Niveau abdeckt, und das kompatibel zu den Formaten der Marktführer MS Word und MS Excel, jedoch zu einem gänzlich anderen Preis ;-)

Der fortgeschrittene Linux-User freut sich über die Integration des brandneuen Linux-Kernels 2.6 ebenso wie über Samba 3. Unzählige Verbesserungen an den vielen Teilen des Systems machen Suse 9.1 zu einer interessanten Neuvorstellung.

Und wer fürchtet, er müßte bei der Installation sein geliebtes Windows auf immer löschen, kann beruhigt sein, eine friedliche Ko-Existenz der beiden Betriebssysteme ist problemlos möglich, und in den Installations-Routinen leicht nachvollziehbar vorbereitet.

All dies gibt es bald in der Version 9.1 zu kaufen, mehrere CDs, DVDs und Handbücher, in zwei verschieden grossen Paketen, Personal und Professional, welche sich durch Umfang und
Preis unterscheiden. Der Umfang an inkludierter Software ist beeindruckend, die Professional-Version bietet über 2500 Programmpakete.

Vielleicht ein Grund für denjenigen, der schon länger mit dem „unbekannten“ Linux liebäugelt, erste Schritte zu wagen, und die Vorzüge dieses Betriebssystems unserer Gegenwart selbst kennenzulernen.

Suse

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