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Amanda

“Kein Backup, kein Mitleid”

Ein modernes Unternehmen hängt zum überwiegenden Teil von seinen Daten ab. Seien es Kundendaten, technische Zeichnungen oder juristische Dokumente, jedes Unternehmen besteht zu einem großen Anteil aus Daten.

Zum professionellen Umgang mit diesen Daten gehört auch die automatisierte und regelmäßige Datensicherung.

Im Linux- und OpenSource-Umfeld setze ich dazu seit vielen Jahren auf AMANDA.

Was ist Amanda ?

AMANDA (Advanced Maryland Automatic Network Disk Archiver) ist eine Backup-Software, die es dem Administrator eines Netzwerks erlaubt, einen einzelnen zentralen Backup-Server zu installieren, um damit mehrere Rechner und Server auf ein einzelnes, zentrales Bandlaufwerk zu sichern.

Amanda verwendet native Werkzeuge wie dump und/oder GNU-tar und kann eine grosse Anzahl von Rechnern sichern, die unter verschiedensten Versionen von Unix und Linux laufen. Neuere Versionen von Amanda können ausserdem mit Hilfe von Samba auch Microsoft-Windows-Rechner sichern.

Amanda ist freie Software und darf ohne Lizenzgebühren im professionellen Betrieb eingesetzt werden. Dies ergibt eine nennenswerte Kostenreduktion im Vergleich zu kommerziellen Backup-Software-Lösungen.

Zu den vielen Features von AMANDA gehören:

  • offenes Format: Wiederherstellung auch ohne AMANDA-Server möglich
  • Verschlüsselung der Backups
  • Kompression der Backups
  • Tape-Splitting: ein Backup kann sich über mehrere Medien erstrecken
  • einzigartiger Algorithmus: dynamische Erstellung von Sicherungsplänen
  • Backups auf Tapes, Netzlaufwerke, Cloud-Dienste …
  • Backups von Linux- und Windows-Clients
  • … und vieles mehr …

Welche Beziehung gibt es da zu oops! ?

Seit Februar 2004 ist oops!-Begründer Stefan G. Weichinger Mitglied des Amanda-Core-Teams, also des eigentlichen Projekt-Teams.

Dies ermöglicht direkten Kontakt zu den Haupt-Entwicklern und die Möglichkeit, zur Entwicklung von Amanda beizutragen.

Stefan G. Weichinger hat viel Entwicklungsarbeit in die Konvertierung der Amanda-Dokumentation investiert. Die vorher nur in ASCII-Text vorliegenden Dokumentation wurde komplett in Docbook/XML konvertiert.

Nachdem ich die komplette Amanda-Dokumentation in Docbook/XML konvertiert hatte, war es möglich, daraus ein umfassendes PDF-Dokument zu generieren.

Leider ist der zugehörige Build-Tree derzeit beschädigt, daher ist derzeit auch kein aktuelles PDF auf http://www.amanda.org verfügbar.

(generell ist die Entwicklung von AMANDA seit der letzten Übernahme etwas eingeschlafen …)

Buch bei O’Reilly: Co-Autorenschaft “Backup & Recovery”

Das legendäre Amanda-Kapitel von John R. Jackson ist Teil des Buchs UNIX Backup and Recovery von W. Curtis Preston. Dieses Buch ist nach wie vor die Referenz, wenn es um Backup geht.

Für die zweite Ausgabe dieses Buchs, nunmehr unter dem Titel Backup and Recovery haben Stefan G. Weichinger und Dmitri Joukovski ein komplett überarbeitetes und erneuertes Kapitel über Amanda geschrieben.

Support für Amanda

oops! bietet weltweiten Online-Support für Amanda an, und ist auch offiziell als kommerzieller Support für Amanda registriert:

Amanda commercial support

Links zu Amanda

Archiv der amanda-users Mailing-Liste

Github-Repo des Source-Codes

AMANDA-Wiki von Zmanda

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Samba

Was ist Samba?

Samba ist ein Programm-Package, mit dem jeder Unixrechner Datei- und Druckdienste für SMB- und CIFS-Clients zur Verfügung stellt. Dazu gehören natürlich vorrangig die verschiedenen Microsoft-Windows-Derivate, von Windows 2000 bis Windows 10.

Betriebsarten

Domain-Controller (DC)

Seit der Release 3.0 kann Samba als vollwertiger NT4-PDC arbeiten. Damit ist es möglich, in bestehenden NT4-Domänen die von MS nicht mehr unterstützten NT4-Server durch aktuelle und stetig weiterentwickelte Samba-Server zu ersetzen.

Die Release 4.x brachte vollen Active-Directory(ADS)-Support, Samba kann also nun auch Domain-Controller in ADS-Domains sein, neuere Windows-Versionen setzen ADS voraus, bzw. unterstützen NT4-Domains nur noch teilweise.

Samba 4 bringt Tools mit, mit denen man eine klassische NT4-basierte Domains zu einer ADS-Domain migrieren kann (“classic upgrade”). Dabei unterstützen wir Sie gerne.

Fileserver

Samba kann auch als Standalone-Fileserver genutzt werden. Die Authentifzierung kann gegen lokale User-Datenbanken (passwd/shadow) erfolgen.

Weiters kann Samba als Domain-Member-Server (DM) betrieben werden: so kann ein Linux-Fileserver in einer MS-Windows-Domain laufen, Lizenzgebühren und CALs für diesen Dateiserver: *null* EUR!

Dokumentation

Seit November 2003 gibt es eine Initiative einiger deutschsprachiger Samba-Anwender, die bestehende Dokumentation von Samba 3 (und folgender Releases) ins Deutsche zu übersetzen.

Stefan G. Weichinger von oops! hat in diesem Projekt-Team eine führende Rolle übernommen, und den größten Teil der Dokumentation übersetzt.

Im August 2004 konnte nun diese erste komplette Übersetzung der Samba-3-Dokumentation fertiggestellt werden. Sie umfaßt sowohl die sogenannte HOWTO-Collection wie auch die Man-Pages.

Das Samba-Team hat ein Buch mit diesen Inhalten
veröffentlicht, namens

The Official Samba-3 HOWTO and Reference Guide


Die deutschsprachige Übersetzung dieses Buchs
heißt “Samba 3, das offizielle Handbuch” und ist bei Addison-Wesley erschienen.

oops! ist offiziell als sogenannter “Commercial Supporter” für Samba registriert.

Finden Sie uns unter:
Commercial Samba-Support in Austria

Samba-Projekt